Ihre Schlafgeschichte

Viele Schlafgestörte finden auch heute noch nicht den Weg in ein Schlafzentrum, weil sie gar nicht wissen, wie man ihnen dort zu besserem Schlaf verhelfen kann. Diesen Menschen Mut zu machen, was sie selbst dazu tun können, wieder besser zu schlafen – das ist Inhalt und Ziel dieses Projekts der Deutschen Stiftung Schlaf.

Schicken Sie uns Ihre Schlafgeschichte: Wenn Sie gern schreiben, senden Sie uns Ihren Erlebnisbericht. Oder erzählen Sie das Erlebte in einem Gespräch, berichten Sie, was Sie bereits hinter sich haben mit dem Gutschlafenwollen und dem Nichtgutschlafenkönnen. Ihre persönlichen Erfahrungen wollen wir in unserem Buchprojekt denen bekannt machen, die es vor allem brauchen – den Menschen mit noch unbehandelten bzw. noch nicht erkannten Schlafstörungen.

Sie können dabei gern auch anonym bleiben. Das stimmen wir ganz persönlich mit Ihnen ab. An die Öffentlichkeit gelangt selbstverständlich nur das Manuskript, das Sie vorher ausdrücklich so bestätigt haben. Damit leisten Sie vielen, die noch immer hilflos sind, einen großen und motivierenden Dienst. Sind Sie daran interessiert, an diesem Projekt mitzuarbeiten? Dann kontaktieren Sie uns.

Koordination des Projekts “Schlafgeschichte” liegt in den Händen von Siegmund Buschmann, Berlin

Kontakt: sbuschmannab@aol.com

Hier aus den bisherigen Einsendungen schon vorliegender Erlebnisberichte ein Beispiel:

„ … Wie gesagt, glücklicherweise steht seit drei Jahren neben meinem Wasserbett ein Schlaf-Apnoe-Kompressor. Schnarchen war immer schon ein Problem. Meine Schwester prophezeite seit Jugendzeiten: Bei Dir kommen keine getrennten Schlafzimmer infrage, bei Dir helfen nur getrennte Etagen. Die Jahre vergingen, die Fünfzig sind überschritten, das Gewicht lässt sich mit dem eines kapitalen Keilers vergleichen und Bier oder heißer Rotweinpunsch schmecken nach der Jagd besser als Mineralwasser oder Roiboschtee. Die weise Hausärztin schickte mich ins Schlaflabor, um eventuell eine Schnarchspange zu befürworten. Dort gab es kein Entrinnen mehr. Katastrophale Werte, bis zu zwanzig Mal pro Stunde Kampf gegen den Erstickungstod. Das CPAP-Gerät stand schon bereit und bereits nach der ersten Nacht war der Erfolg spürbar …”

Hubertus von Mustermann, Sommer 2013

(Namen bleiben, wenn erwünscht, anonym)

Auch der Koordinator der Projekts gibt einen Einblick in seine persönliche Schlafgeschichte: 

“….Ich mußte erst, tief weggedämmert und mehr bewusstlos als eingeschlafen von der Bank fallen und hilflos wie eine Schildkröte auf dem Rücken im Flur des alten Schlaflabors der Charite zu Berlin liegen, damit mir die Bedrohlichkeit meines Zustandes richtig bewusst wurde. Dabei hatte ich ja 10 Stunden geschlafen! All die vielen Jahre lang habe ich nachts geschlafen, freilich auch oft genug am Tage, dann allerdings ohne es zu merken, gegen meinen Willen und vor allem, ohne etwas dagegen tun zu können. Wie oft hatte ich Termine regelrecht verpennt, Kollegen und sogar Freunde sitzenlassen und dafür manche Rüge eingesteckt! Wie oft hatte ich in Beratungen geschlafen, im Kino, ja, selbst im Konzert laut geschnarcht und mich dafür geschämt!

Wie oft habe ich am Steuer gerade noch im letzten Moment wieder zurück auf die Spur gelenkt und den heißen Schrecken überwunden! Dagegen – wie befreit und glücklich bin ich seit jener ersten Nacht, mit der Maske des nasalen Beatmungsgerätes auf der Nase, morgens ganz neu aufgewacht, nicht mehr zerschlagen und völlig kaputt, sondern richtig frisch und munter wie ein Fisch im Wasser, ohne jedes Medikament fit und lebendig bis zum späten Schlafengehen. Und erst meine Frau – endlich befreit von dem furchtbaren Gedröhne neben ihr und so auch sie aus gutem, tiefem Schlaf erwachend. Schlaf als Glück und Genuß – das es das wirklich gibt, wussten wir bis dahin beide nicht….”

Siegmund Buschmann, Sommer 2014

 

 

 

Brief an den Patienten